p r i n t f o r m a t |
februar
2012-02-13 2012-02-07 2012-02-05 2012-02-13 Paralysed on the driver's seat I'm driving a car, my friends are with me: two tiny skinny girls. We're getting near the other end of town, approaching an intersection and I'm thinking that maybe I should turn right. There is a dam there and an underpass through it but no traffic signs. Unsure what to do I'm driving straight on. But there is nothing along this road except large featureless buildings with no windows in them. Maybe depots. I ask my friend on the passenger seat: "What do you think, maybe we should have turned right?" She agrees. I turn the car around. Once more approaching the crossing I now see traffic signs pointing left and several place names on them. That's good. But I'm irritated because the name of the place we're going to is not there. And why was there nothing at all when we came from the other side? Still I turn left and we drive through the underpass. There is another crossing beyond. Left again, but there is traffic on the other road. We have to wait. We have stopped. We are waiting. But the car is moving by itself - into the oncoming traffic! I want to step on the brake but there isn't one. At last I remember to use the hand brake but we've moved too far onto the other road. A high-powered sports car is already waiting for us to get out of the way. He's very close but seems to be waiting patiently, I can't see the driver. I need to put the car in reverse. Gripping the gearshift I'm desperately trying to remember how to put it into reverse. First I must engage the clutch but I can't because my feet are not on the pedals: I'm sitting sideways, paralysed. I'm lazy or tired or depressed. I can't move and can't get myself to snap out of it.
He is in the bath tub looking out, I'm right in front of him. He is a big man with a big bald skull. Very white skin. I'm angry with him and hitting him seems to be a good idea, we do that regularly though not in the bathtub, we usually wear boxing gloves. Of course it is not okay to hit someone and punching with your bare fists can be painful. I see a barrage of white arms flying across the edge of the tub, hither and thither, crossing like swords, the impacts are hurting my bones. Should I suggest that we wear boxing gloves? We end up on the bathroom floor, hitting each other at a very close range. My fists are on his cheeks, throwing minuscule punches that wouldn't hurt anyone. I am sick of not being allowed to kill him.
2012-02-07 Mutter und ich stehen am Steilufer, wir blicken auf den Fluss unter uns, der führt riesige Felsen mit. Aber das muss Eis sein, sonst würde es ja nicht schwimmen: Eis verkrustet mit Erde und Stein. Regelrechte Bergkuppen. Mutter, die sind ja unglaublich groß! Wir fahren am Ufer ins Gebirge hinauf. Hinter dem Grat liegt der Abgrund, unten der Fluss. Die Straße wird immer schwieriger, sie ist auch ungepflastert. Das war sie die ganze Zeit schon, aber nun ist sie vom Felsgrund kaum noch zu unterscheiden. Wir fahren noch ein Stück weiter, unser Weg endet in einer Enge zwischen Felsen. Auf der Suche nach einem Ausweg studiere ich die Karte und sehe, dass genau hier am Ort ein blutrotes Wegenetz liegt. Doch nur auf einem kleinen Fleck auf der Karte; als ob da eingezeichnet sei, was früher war, während rundum der heutige, graue, wegelose Zustand wiedergegeben ist. Ich klammere mich noch an die Hoffnung, dass etwas verdeckt oder verschmutzt wurde und versuche die Karte sauber zu reiben. Doch erreiche ich nur, dass auch jener kleine Ausschnitt roter Arterien ein konturloser Fleck wird. Mutter sagt: Hier ist kein Weg. Ich sehe es ein. Alles, was wir haben, ist ein roter Fleck in den Felsen. Wir müssen zurück, einen anderen Weg suchen. Wir sind wieder im Bergort, in unserer Unterkunft. Durch das Fenster sehe ich einen Mann mit Schiebermütze unten im Hof. Ich habe Angst von ihm beobachtet zu werden.
2012-02-05 Mein Bekannter chauffiert das große, schwarze Auto, ich sitze daneben. Er trägt einen schwarzen Anzug, sein Kopf berührt fast die Decke, ich schaue zu ihm auf wie zu einem Riesen. Er ist der Chef. Ich bin auf dem Beifahrersitz eingeduselt, als er so schnell um eine Kurve fährt, dass ich alle Muskeln anspannen und mich stark nach rechts lehnen muss um nicht auf ihn geschleudert zu werden. Ich trage auch keinen Sicherheitsgurt, ich hatte gar nicht daran gedacht, vielleicht wäre das besser. Aber mein Bekannter trägt sicher auch keinen. Ich blicke zu ihm hinüber. - Doch: Er hat ihn angelegt. Ich suche meinen Sicherheitsgurt und finde ihn über mir, unter die Fahrzeugdecke gespannt. Ich zögere noch, weil wir den größten Teil der Fahrt ja schon hinter uns haben. Mein Bekannter könnte es als ein Zeichen von Misstrauen werten, wenn ich jetzt noch den Sicherheitsgurt anlege. - Aber er trägt ihn ja. Ich greife hinauf und ziehe daran, es geht nicht gerade leicht. Schließlich bringe ich den Gurt halb zu mir herunter, es ist anstrengend und was ich tue ist inzwischen ja extrem auffällig. Ich blicke hinüber: Der Sicherheitsgurt meines Bekannten ist nicht an der Decke befestigt, sondern so, dass man ihn leicht anlegen kann.
© Anthony Thwaites |